Burg Hirschberg

Allgemeine Informationen zur Burg Hirschberg

Über der Stadt Beilngries thront in beherrschender Lage das Rokokokleinod Schloss Hirschberg. Der einstige Stammsitz der Grafen von Hirschberg hat aber auch dem Burgenfreund  zahlreiche Besonderheiten aus dem Mittelalter zu bieten. Von der ehemals größten Burganlage des Altmühltals zeugen heute noch die beiden gewaltigen Türme an der Westfront, ausgedehnte Zwingeranlagen und die spätmittelalterliche Vorburg. Der Umbau zum fürstbischöflichen Sommer- und Jagdschloss erfolgte nach einem Blitzschlag im 17. Jahrhundert.

Die Burg Hirschberg ist – auch als Torso – ein immer noch eindrucksvolles Zeugnis für die Macht der Grafen von Hirschberg im 12. und 13. Jahrhundert und darüber hinaus ein schönes und bisher noch zu wenig beachtetes Beispiel spätromanisch-staufischen Burgenbaues.

Grundriss
Grundrissplan: modifiziert nach F.-W. Krahe – Burgen des deutschen Mittelalters, 1998

Geschichtlicher Überblick:

1180 – Erste Erwähnung von Hirschberg, vermutlich eine Gründung der Grafen von Grögling-Dollnstein.

1205 – Die Grafen von Grögling-Dollnstein nennen sich nach Hirschberg, Grafen von Hirschberg, sie waren die Vögte des Bistums Eichstätt.

1305 – Nach dem Aussterben der Grafen von Hirschberg erben die Bischöfe von Eichstätt die Burg.

bis 1636 – Die Burg wurde Verwaltungsmittelpunkt des Gebietes zwischen Kinding und Töging und wurde von den Bischöfen stetig erweitert und verstärkt.

1636 – ein Blitzschlag äschert die gesamte Burg ein.

nach 1670 – Der Hofbaudirektor Engel beginnt die Burg wieder instand zusetzen.

um 1730 – Gabrieli führt Engels Arbeit fort.

1760 – 1765 – Bischof Rymund Anton Graf von Strasoldo läßt durch den Hofbaudirektor Moritz Pedetti das heutige riesige Barockschloss errichten.

1806 – Das Schloss fällt an Bayern.

1817 – Der Herzog von Leuchtenberg erhält das Schloss vom bayerischen König.

1861 – Bischof Georg von Oettl erwirbt das Schloss für das Bischöfliche Seminar

1925 – Das Schloss dient als Diözesan-Exerzitienhaus.

1967 / 1969 – Bau der Marienkapelle am Südhang nach Plänen von Alexander Freiherr von Branca

1987 / 1992 – Sanierung des Schlosses und Anbau des Speisesaals durch Diözesanbaumeister Karl-Josef Schattner

2003 – Umbenennung in „Bistumshaus Schloss Hirschberg“

2011 / ???? – Umbau des Pfegerhauses und Sanierung des Nordturms (Bergfried oder Hungerturms)