Machtbereich

Es gibt zur Zeit keine Karte über die Besitzungen und den gesamten Einflußbereich der Grafen von Hirschberg. Wir sammeln im Moment viele kleine Puzzle-Stücke und fügen diese später zu einem vollständigen Bild zusammen.

Die Grafschaft wurde 1004 von der Markgrafschaft auf dem Nordgau abgetrennt. Sie umfasste die Untergaue: Kelsgau, Rudmarsberg und Sulzgau. Zur Hirschberger Grafschaft gehörten die Gebiete östlich von Eichstätt bis zur schwarzen Laaber, die bei Sinzing in die Donau mündet, südlich bis zur Donau, westlich bis zur Linie Neuburg, Bergen, Obereichstätt, Nennslingen bis gegen Roth, nördlich bis zur Linie Rasch, Stöckelsberg, Trautmannshofen an die schwarze Laaber.

Grafschaft
Die Besitzverhältnisse in Bayern zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Der Hirschberger Einflussbereich ist orange dargestellt.

Eine alte Beschreibung des Landgerichts Hirschberg aus dem 14. Jahrhundert beschreibt dessen Umfang. Das Landgericht war der Rechtsnachfolger der Grafschaft Hirschberg. Die Grenzen dürften deshalb noch identisch sein.

Originaler Wortlaut der Beschreibung:   Interpretation von Toni Benz:
Dasselb Langericht (Hirschberg) hebt sich an: Als die Laber zu Sintzing in die Tonaw get und get nach der Tonaw auf, und als ver in die Tonaw, als einer auf einem pferd darin gereitten und mit einem spieß erlangen mag, bis gein Newburg an das ried und dem ried pis gein Pargen zu dem closter, aber das closter liegt im Grayspacher landgericht; und dannen get es zu einem forst, hayst der Ottenberg, ist des brobst zu Redorf; und darnach gein Obern-Eystat in daz dorf; von dannen pis gein Schernfeld in daz dorf. Die yetz genanten zway dorfer sein gemark der zwayer lantgericht Hyrßperg und Grayßpach, sy haben brief von beden landgerichten, dabei man die gemark wais. Das Landgericht Hirschberg beginnt beim Einfluß der Schwarzen Laaber in die Donau nahe Sinzing bei Regensburg. Von dort folgt die Grenze der Donau (der Teil der Donau, der von einem Reiter in der Donau mittels einer Lanze noch erreicht werden kann, gehört zum Landgericht; linkes Ufer flußabwärts). Die Grafschaft geht bis Neuburg an der Donau. Beim Neuburger Ortsteil Ried verlässt die Grafschaftsgrenze die Donau und geht über den Neuburger Ortsteil Bergen, wobei das Kloster von Bergen zur Grafschaft Graisbach gehörte und über einem Wald, der Ottenberg heißt und dem Probst zu Rebdorf gehört (dürfte der heutige Biesenharder Forst und der Rebdorfer Wald zwischen Obereichstätt und Breitenfurt an der Altmühl sein) bis Obereichstätt. Von dort geht die Grenze nach Schernfeld, wobei die beiden Orte Obereichstätt und Schernfeld sowohl zur Grafschaft Hirschberg als auch Graisbach gehörten. Die „Gemark“ (Grenze) dort ist bekannt.
Von dannen bis an den Weyssenburger walt und geet ymmer dar vor dem walt hin, aber der walt gehort in Grayßpacher landgericht; geet bis gein Nenszling, von dannen pis gein dem Newenhause, darnach bis gein Walnting in das dorf, da die zwei pfarr inne liegen. Dasselb dorf hat ein clains pechlein, das schaidt die zwey landgerichte, un in churtzen jaren so sein die zwen landrichter an dem pechlein auf einen tag gesezzen und haben die rucken zusammen gekert und hat jeder sein landgericht gerichtet. Von Schernfeld geht die Grenze entlang am Weißenburger Wald (und wohl auch am Raitenbucher Forst), wobei der Wald selbst zum Landgericht Graisbach gehört. Danach geht die Grenze nach Nennslingen, von dort zur Feste Neuhaus und dann nach Walting. Walting hat zwei Pfarreien (wohl noch aus der Zeit der Teilung Graisbach – Hirschberg???) und einen kleinen Bach, der die Grenze bildete. An diesem Bach saßen vor ein paar Jahren die jeweiligen Landrichter Rücken an Rücken und „hat jeder sein Land gerichtet“.
Item von dannen bis gein alten Heideck in das dorf, darnach bis gen Mauck auf die rechten landstraß, die von Weyssenburg gein Nurnberg geet, bis gein Rott in die Rednitz, und get nach der Rednitz ab für Swabach, bis die Rednitz und dye Swartzach in einander liezzen. Weiter geht die Grenze dann bis gegen Alt-Heideck (heute Schloßberg bei Heideck), dann nach Mauk (heute an der Bundestraße 2), nun folgt die Grenze der Bundestraße 2 (soweit noch identisch mit der alten Straße von Weißenburg nach Nürnberg) bis nach Roth. Nun folgt die Grenze dem Fluß Rednitz (Rezat???) – vorbei am Benzenberg – bis Penzendorf bei Schwabbach. Dort bei Penzendorf vereigen sich „Rednitz“ und die Schwarzach.
Item darnach die Swartzach auf bis zu der Achenpruck, von dannen fur Tann bis gein Rasch und turbas in den Raschpach und gerichts hinauf gein Sterckelsperg durch das dorf der landstraß nach bis gein Trawtenßhoven durch das dorf, von Trawtenßhoven gerichts gein den Tierstain; von dannen an die feren Laber und get nach der Laber gantz ab bis die Laber zu Sintzing wider in die Tonaw geet. Nun folgt die Grenze der Schwarzach bis Ochenbruck. Von dort bis Burgthann und Rasch (an der Schwarzach, südlich von Altdorf). Nun geht die Grenze entlang dem Raschbach hinauf bis Stöckelsberg (bei Berg nahe Neumarkt; an der Grenze zu Mittelfranken; östlich von Altdorf), nun entlang der Landstraße nach Trautmannshofen (bei Lauterhofen). Von Trautmannshofen (liegt heute bereits am Laabertalradwanderweg) über die Burg Thierstein (auf einer Burg Thierstein hielt der Landrichter von Hirschberg Gericht, vermutlich heute abgegangen, den Standort der Burg habe ich nicht mehr gefunden) die Laaber entlang nach Sinzing
Anmerkung: Bei diesem Grenzverlauf bin ich mit nicht ganz sicher, ob Trautenßhoven identisch ist mit Trautmannshofen. Interessant ist, dass kurz außerhalb der Grenze Orte liegen wie Penzendorf bei Schwabach (ist aber laut anderen Quellen für die Grenzsicherung der Hirschberger verantwortlich), Penzenhofen (nördlich von Burgthann) und Brenzenwang (nördlich von Trautmannshofen). So dass in Wirklichkeit die Grenz wohl etwas nördlicher war.

Beschreibung der Grenze im „Historischen Atlas von Bayern“:

Die Nordsüdgrenzezwischen Nordgau und Sualafeld lief mitten durchs Bistumsgebiet. v. Guttenberg hat sie auf Grund einer aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts stammenden Grenzbeschreibung der Grafschaft Hirschberg rekonstruiert. Sie lief von Steppberg an der Donau durch das Wellheimer Trockental ostwärts von Dollnstein, das 1007 als zum Sualafeld gehörig, und westlich von Eichstätt, das 908 als zum Nordgau gehörig bezeichnet wird, bis Obereichstätt die Altmühl entlang, von da weiter nach Norden über Workerszell, Seuversholz, dann dem Tal der Anlauter folgend über Bechthal, Bersdorf und Nennslingen nach Walting bei Pleinfeld.

Grenze des Landgericht Hirschbergs war im Süden die Donau, im Westen die schwäbische Rezat bis zur Pegnitz (Diese Grenze wurde später auf die Schwabach zurück genommen) und im Osten die schwarze Laber.

Die Grafen von Hirschberger dehnten ihren Einflußbereich durch lukrative Hochzeiten und Gebietserwerbungen kontinuierlich aus.

Eine Übersicht der Besitzungen der Grafen von Hirschberg im heutigen Bayern:

Die Hirschberger Besitzungen im heutigen Österreich, Südtirol und der Tschechei:

 

Zum Besitz der Grafen von Hirschberg gehörten:

Die Grafschaft Hirschberg (Grafschaft, Landgericht Hirschberg, Vogtei Eichstätt, Vogtei Plankstetten, Rebdorf, Bergen; Vogtei über die Städte Eichstätt, Berching, die Burg Hirschberg mit Besitzungen in Beilngries, Wörth, Kriling, Paulushofen, Irfersdorf, die Burgen Rauhenwörth, Wellheim, Dolnstein, Breiteneck, Kösching samt Forst, Kreiling, Zant, Niederemmendorf; Peinten mit Amt Hemau und 22 Orte. Amt Altmannstein mit Kölsching, Schamhaupten, 35 Orte; Stadt Dietfurt, Häuser und Höfe in Eichstätt, Bachenfeld, Eiweil, Fünfstetten, Lenting, Meckenlohe, Neuenzell, Pfalzpeunt, Pfoffeld, Schweigersdorf, Westerhofen, Diepoldzell, Eitensheim, Landershofen, Lippertshofen, Mühlhausen, Pleinfeld, Schambach, Stammham, Wolkershofen; als Reichslehen die königlichen Dörfer Kahldorf, Petersbuch, Biburg, Wenig)

Dem Bischof fallen durch das Hirschberger Erbe u.a. folgende Dörfer mit Gütern, Leuten und Dorfgerichten zu: Hirschberg, Beilngries, Kottingwörth, Töging, Grögling, Paulushofen, Ottmaring, Vogelthal, Amtmannsdorf, Öning, Raitenbuch, Kevenhüll, Wiesenhofen und Emmendorf. Auch nördlich von Eichstätt erhielt der Bischof das Recht, im Raume zwischen Thalach und Altmühl, u.a. in Biburg, Erkertshofen, Emsing, Euerwang, Österberg, Pfraunfeld und Untermässing, über seine Leute zu richten.

Die Grafschaft Sulzbach, bestehend aus neun Ämtern mit gesamt 122 Orten

Amt Hiltpoltstein mit Lehen und Güter zu Kapel, Grossenohe, Schosseritz, Allmos, Göring, Kirch Rüsselbach, Herzogwind und zwei weiteren untergegangen Ortschaften.

Amt Hirschau mit dem dem Holze bei Schnaittenbach, Ehenfeld, dem Forst Lu und drei nicht mehr bekannten Ortschaften.

Amt Werdenstein, eine Burg, jetzt eingegangen, wahrscheilnich bei Kirchensittenbach, mit Ahorn, jetzt eine Holzgegend daselbst, Etzelwang, Schmidtstatt und einem weiteren Ort.

Amt Hohenstein, mit Burg und Besitzungen zu Fischbrunn, Uetling und in elf anderen Ortschaften.

Oberamt Sulzbach, mit fünf Unterämtern:

  1. Amt Lauterhofen mit Eicha und anderen 33 Ortschaften
  2. Amt Sulzbach, Stadt, mit Eismannsberg, Höhengäu und Wingersruit und mit 21 anderen Ortschaften.
  3. Amt Rosenberg, mit Burg, Ammerthal, Breitenbrunn und mit 18 weiteren Ortschaften.
  4. Amt Pfaffenhofen, mit Burg, Utzenhofen, Ranspach, Umeldorf, Wolfersdorf, Diesnach, Engelsberg und mit 7 anderen Ortschaften.
  5. Amt Trosperg, Tirolsberg oder Tyrolsberg bei Berngau, mit Lizlohe, Dietkirchen Sindelbach und mit anderen 19 Ortschaften.

Amt Hartenstein, mit Burg und Zugehörungen in Velden, Günterthal, Grossmainfeld und andern 4 Ortschaften.

Grafschaft Litschau mit Schloß Feldsberg in Niederösterreich

Im Jahre 1249 vermachte Kunigunde von Hirschberg, in zweiter Ehe mit Graf Konrad von Wasserburg vermählt, ihre Güter Ragz, Wikartslage, Heidenreichstein, Landstein in Austria letztwillig an Freising. Die Erträgnisse ihrer Güter Degenperg et Piugen und 60 Pfund Regensburger Münze und aus der an sie gelangten Erbschaft von ihrem verstorbenen Bruder Gebhard V. sollten auf lebenszeit ihrem Gemahl, Graf Konrad von Wasserburg, und nach dessen Tode ebenfalls Freising zufallen. Die Aufzählung der genannten Güter läßt nicht auf die Abstammung der Mutter Kunigundes aus dem Hause Peilstein schließen, wie früher angenommen wurde, sondern beweist das Auftreten der Hirschberger im Gebiet der Herren (Grafen) von Raabs in Nieder-Österreich. Um 1192 starben die alten Grafen von Raabs aus. Die ältere Erbtochter Sophie heiratete Graf Friedrich von Zollern, dem sie das Burggrafenamt Nürnberg in die Ehe mitbrachte. Im Herbst des Jahres 1200 verkaufte sie den Markt Raabs, große Besitzungen in der Umgebung sowie die Grafschaftsrechte an den österreichischen Herzog Luitpold VI. Der westliche Teil des Raabser Hoheitsgebietes kam als Grafschaft Litschau an die jüngere Erbtochter Agnes von Raabs und ihren Gemahl, den Grafen Gebhard (Gerhard?) von Hirschberg.

1229 Gebhard II. von Hirschberg schenkt dem Kloster Zwettl das Dorf Zwettlern.

In Tirol mehrere Güter im Inntal, die Vogtei über das Hochstift Brixen, die Burgen Schlossberg, Fragenstein, Tauer, Tottenburg, die Saline Tauer

Als am 22. Juli 1253 mit Albert von Tirol das Geschlecht der Grafen von Tirol erlosch, erbten seine Schwiegersöhne, die Grafen Meinhard von Görz und Gebhard von Hirschberg, einen großen Teil der Grafschaft Tirol. Nach manchen Streitigkeiten teilten diese am 10. November 1254 ihr Erbe. Gebhard von Hirschberg und seine Gemahlin Elisabeth erhielten alle Lehen und Güter im Innthale von Zams abwärts und im Wippthale südlich bis zur Peißer Brücke zu Oberau bei der heutigen Franzensfeste und dazu die Vogtei über das Stift Brixen; alles übrige von Zams aufwärts und alle Besitzungen im Herzogtum Trient und im Bistum Brixen südlich von der Peißer Brücke kamen an den Grafen Meinhard von Görz.

Vasallen waren die Grafen: vom Bistum Bamberg: Hemau, Forstdistrikt Tangrindel, Burghut Vilseck, Markt Beilngries, im Bistum Regensburg: Wemding, Fünfstetten

Erbliche Patronatsrechte: Wettstetten, Haunstadt, Titting, Lenting, Werde, Oening, Acha, Dornhausen, Pleinfeld, Dollnstein, Dietkirchen, Eschenfelden, Hirschau, Stammham, Erlbach, Teia in Österreich (16)

Neuerworben hat Graf Gebhard: Schloß Sulzbürg, eine Halbburg in Meckenhausen und die Grafschaft Greisbach.


Nordgau
Karte des Nordgaus aus dem Jahre 1733

Puzzleteile:

Ammerthal

Ein Teil Ammerthals (mit der Burg) gelangte durch Erbschaft an den Grafen Gebhard II. von Sulzbach und dann über seine Tochter Sophia an die Grafen von Hirschberg. Der letzte Graf von Hirschberg vererbte Ammerthal an die bayerischen Herzöge Ludwig und Rudolf. Als König Albrecht im Jahre 1307 für die Herzöge einen Lehenbrief ausstellt, wird neben Rosenberg, Sulzbach, Werdenstein und Pfaffenhofen auch „Amertal castra“ unter den Gütern erwähnt, die die Wittelsbacher aus dem Besitz des letzten Grafen von Hirschberg, Gebhard VII., erhalten hatten.

1227 ist in einer Urkunde ein Alhoh oder Kalhohus, Schenk von Amerthal, als Zeuge genannt, der Ministeriale der Grafen von Hirschberg gewesen sein muss. Das Geschlecht dieser Ammerthaler starb aus, da im Jahre 1293 Graf Gebhard VII. von Hirschberg die ledigstehende Burg Ammerthal neu verlehnt wurde. Da diese aber zu den Gütern gehörte, die der Hirschberger schon vorher dem Herzog Ludwig dem Strengen gegeben hatte, so daß die Verlehung widerrechtlich geschehen war, sicherte er ihm dafür in einem 1293 geschlossenen Vergleich das ihm vom Sulzbacher Truchseß ledig gewordene Dorf Ehenfeld zu und verpflichtete sich, den Mehrwert von Ammerthal noch zu erstatten.

1250 – Graf Gebhard schenkt seinen Besitz in Morsbach (Titting) an die Deutschherren-Kommende in Ellingen.

An der Burg Helfenberg scheinen die Velburger nur Teilrechte besessen zu haben. Neben Rechten im Herrschaftsbereich, die von den Sulzbachern an die Grafen von Hirschberg gelangt waren, scheinen auch Ansprüche des Hochstifts Regensburg in diesem Bereich wirksam gewesen zu sein.

Bei Burg Plankenstein dürfte es sich um eine bischöfliche Ministerialenburg handeln, ob auch an ihr bereits Rechte der Velburger oder der Grafen von Sulzbach bestanden, lässt sich nicht feststellen. Diese Möglichkeit dürfte jedoch nicht ganz auszuschließen sein, zumal die Burg Helfenberg erst dann in Erscheinung tritt, nachdem die Veste von Plankenstein nicht mehr genannt wird. Ein Zusammenhang wäre denkbar, weil das Hochstift Eichstätt und die Grafen von Hirschberg verschiedenen Rechte im Raum Helfenberg innehatten, die später wegen der Verfügung über die Pfarrei Oberwiesenacker zu Konflikten führen sollten.

Die Herren von Wiesenacker waren Ministeriale, d.h. Dienstleute von Grafen. Sie hatten von ihren Dienstherren oftmals Güter zu Lehen und waren ihnen dafür zum Heeres-und Fehdedienst verpflichtet. Ulrich von Wesenacker war im Jahre 1293 Vasall des Grafen von Hirschberg. In Wiesenacker tritt erst im Jahre 1293 wieder ein Ministerialengeschlecht auf. In einem Vertrag zwischen dem Grafen Gebhard von Hirschberg und Herzog Ludwig zeugt „Vlich de Wesenacher“ als Dienstmann des Hirschberger Geschlechts.

Wemding war vom Hochstift Regensburg an die Grafen von Hirschberg verlehnt.

Eichstätt <> Oettingen: Der Vertrag bestätigt dem Grafen von Oettingen den lehenweisen Besitz von Wellheim und jenen von Dollnstein (Veste und Kirchensatz), des Dorfes Schönfeld und einzelner Güter in Haunsfeld und Eßlichen zu Eigen; Oettingen verzichtet auf den Hirschberger Wildbann, die Dörfer Schönau und Stammham, die „Atlenburch“ … ob Eystet (Willibaldsburg) und eine Reihe von Einzelgütern an verschiedenen Orten. Weiteres Gut wohl aus derselben Erbmasse wird 1347 sichtbar, als die Grafen gegen Eignung von Ehingen und Oettinger Forst das Dorf Obereichstätt an Bischof Albrecht vertauschen und ihm ihre Güter in Sappenfeld, Ruppertsbuch und Schernfeld verkaufen. Der schrittweise Rückzug findet seinen Abschluß im Verkauf von Burg und Dorf Dollnstein und Burg und Markt Wellheim an Friedrich von Heideck 1360

Die Hirschberger verkauften 1302 Sandsee an die Eichstätter Bischofskirche.

Erlingshofen: Im ausgehenden 13. Jahrhundert ging der Besitz der Herren von Heideck um Erlingshofen – Arnsberg an die Grafen von Hirschberg über.

1305 – Rudertshofen, Jettingsdorf, Winterzhofen und Sollngriesbach kommen von den Grafen von Hirschberg an das Bistum Eichstätt.

Erasbach war altes Reichsgut. Die dort eingesetzten Reichsministerialen traten aber allmählich in den Dienst der Grafen von Hirschberg über. Erasbach wird auch unter den Gütern aufgezählt, die laut Vertrag von Gaimersheim am 19.10.1305 als Hirschberger Erbe an den Bischof von Eichstätt kamen.

Auf Reichsgut weisen ferner die sogenannten „königlichen Dörfer“ hin: Kaldorf, Petersbuch, Biburg, Heiligenkreuz, Wengen und Rohrbach waren Reichslehen der Grafen von Hirschberg. Sie liegen westlich von Greding.

Oberlauterhofen: Das Schloß, das ehedem Reichslehen war, kam nach dem Aussterben der Grafen von Hirschberg an das Kloster Kastl.

Oberrohrenstadt hatte einen bedeutenden Adelssitz. Als Ministeriale der Hirschberger werden die Rohrenstädter, nach dem Tode des Grafen Gebhard, mit den Hirschberger Gütern zugleich an das Kloster Kastel gekommen sein.