Wappen

Die Suche nach dem Wappen der Grafen von Hirschberg gestaltete sich schwieriger als vermutet. Im Laufe der Jahrhunderte schlichen sich immer häufiger Fehler, die auf mangelhafte Recherche, unsachgemäße Restauration oder fehlendes Verständnis zurück zu führen sind, bei der Darstellung des Wappens ein.

Darstellung des Wappens der Grafen von Hirschberg auf dem Siegel des Grafen Gebhard VI. von Hirschberg

Siegel 003Das Siegel befindet sich an einer Urkunde vom 28. Februar 1253 der Deutschordenskommende Ellingen. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um die älteste Abbildung des Wappens der Grafen von Hirschberg. Das Original befindet sich im Staatsarchiv Nürnberg unter der Signatur „Ritterorden Nr. 1276“.

 

 

 

Darstellung des Wappens der Grafen von Hirschberg im Pontifikale Gundekarianum

PontifikaleWappen

Das Pontifikale Gundekarianum ist ein liturgisches Buch, welches nach dem Eichstätter Bischof Gundekar II. benannt ist. In dieser Handschrift werden wichtige Personen und Ereignisse des Bistums Eichstätt seit dem Jahre 1072 chronologisch aufgeführt.

Unter anderem findet sich eine Abbildung des Grafen Gebhards VII. von Hirschberg, wie er symbolisch die Burg und Grafschaft Hirschberg an Bischof Konrad II. von Pfeffenhausen übergibt.

Dieser Teil der Handschrift ist um 1305 / 1306 entstanden.

 

Darstellung des Wappens der Grafen von Hirschberg in der Züricher Wappenrolle

WappenrolleHirschberg

Die Zürcher Wappenrolle gilt als die wichtigste und ist vermutlich die älteste, erhaltene mittelalterliche Wappensammlung des hohen und niederen Adels  im deutschsprachigen Raum. Obwohl die Grafen von Hirschberg in der Entstehungszeit der Züricher Wappenrolle (1335 / 1345) bereits ausgestorben waren, ist das Wappen des einflußreichen Adelsgeschlechts dargestellt.

Deteilansicht der Züricher Wappenrolle (Pergamentstreifen II Vorderseite 7)

Darstellung des Wappens der Grafen von Hirschberg in Siebmachers „Abgestorbener bayerischer Adel“

Beschreibung im Siebmachers Wappenbuch:

Nordgauisches Grafenhaus. Graf Hartwig von Kreglingen, dessen Sohn Gebhard Graf von Eichstatt, Kreglingen und Tollenstein, ein anderer Gebhard Graf von Hirschberg. Nach dem Erlöschen des Grafenhauses von Sulzbach 1185 erbten sie dessen Gebiet. Der letzte des Geschlechts war Graf Gebhard, verstorben am 4. März 1305.

Wappen: Graf Gebhard führt auf seinem Reitersiegel von 1290 einen Hirschen mit einem sichtbaren Horn. Auf dem Helm ein mit Blättern oder Flittern bestreutes Schirmbrett.

Hiermit stimmt das Wappen der Züricher Wappenrolle ganz genau überein. Das Feld ist golden, der Hirsch schwarz, das Horn rot; das Schirmbrett, hier mit Federn besteckt, hat der Maler schwarz und weiss gelassen, was wohl eine Farbe nicht ausdrücken soll.

Abbildung aus:: Siebmachers Wappenbuch (Quelle Nr. 7)